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Besonders sehenswert: Das Deutsche Feuerwehr-Museum

Barocke Handdruckspritze von 1751/Fotos: dfm
Halle 3-Die Schatzkammer: Das Museumsdepot

Etwas versteckt in der St.Laurentius-Straße 3 liegt der moderne Museumsbau. Aber der Fußweg durch die Fulda-Wiesen ist es wert. Die Entwicklung des Brandschutzes von seinen Anfängen im Mittelalter bis hin zu den Feuerwehren der Gegenwart wird mittels großformatiger historischer Abbildungen, Dokumente und Gerätschaften inszeniert. Die aufwendige Erlebnisland­schaft mit ihren eingestellten Häusern und Fassaden macht den vielfältigen Objektbestand vom einfachen Ledereimer bis hin zu den imposanten Einsatzfahrzeugen des 20. Jahrhunderts besonders anschaulich erfahrbar; besonderes Highlight: die älteste erhaltene fahrbare Handdruckspritze aus dem Jahr 1624. Am Löschteich kann der Kräfte zehrende Betrieb eines solchen Geräts selbst ausprobiert werden.

 Wer hat als kleines Kind nicht davon geträumt, einmal Feuerwehrmann oder -frau zu werden?
Ob Sie nun diesen Traum verwirklicht haben oder nicht, das Deutsche Feuerwehr-Museum Fulda
ist ein Erlebnis für die ganze Familie. An einer Handdruckspritze neben dem museumseigenen "Löschteich" dürfen Sie den kräftezehrenden Betrieb an einem solchen historischen Löschgerät selbst ausprobieren. Unser Spielauto mit Telefon, Blaulicht und Vorbaupumpe freut sich besonders auf die kleinen Besucher. Dies und vieles mehr wartet auf Sie auf 1.600 qm Ausstellungsfläche.
Der 1988 in der Fulda-Aue eröffnete Neubau umfasst zwei großzügige, durch einen Zwischentrakt verbundene Hallen, die mit ihren eingestellten Häusern und Haus­fassaden auf 1.600 qm Ausstellungsfläche eine Art Erlebnislandschaft bilden, in der die historischen Objekte vom einfachen Ledereimer bis zu den Feuerwehrfahrzeugen des 20. Jahrhunderts anschaulich zur Geltung kommen.

Die Großgeräte sind dabei in abgesenkten Gruben aufgebaut, die von erhöhten "Bürgersteigen" allseitig umschlossen werden. Aufgrund dieses erhöhten Betrachter­standpunktes wird besonders Kindern und Rollstuhlfahrern ein Blick auf das Innenleben der ausgestellten Geräte ermöglicht. Diese besonderen Rahmenbedingungen erlauben es auch, einen Teil der Objekte in ihrem funktionalen Zusammenhang publikumsnah zu präsentieren.

Das zwischen dem Naturpark Vogelsberg und dem Biospährenreservat Rhön auch nach der Wiedervereinigung zentral im Bundesgebiet gelegene Deutsche Feuerwehr-Museum vermittelt heute pro Jahr durchschnittlich 25.000 Besuchern aus dem In- und Ausland die Geschichte des Brandschutzes im deutschsprachigen Raum von seinen erkennbaren Anfängen im Mittelalter bis in die Gegenwart.

Unter den Exponaten des Museums befinden sich Highlights wie die älteste erhaltene fahrbare Handdruckspritze der Welt (1624), aufwendig verzierte Handdruckspritzen aus dem Barock und Klassizismus, die älteste bekannte pferdegezogene Drehleiter (1808), eine funktionsfähige Dampfspritze (1903), die erste elektroautomobile Drehleiter der Welt (1903), frühe Autospritzen aus den 1920ern u. v. m. Doch neben diesen Super­lativen wurde stets auf eine ausgewogene Darstellung der Feuerwehrgeschichte geachtet. Gerade die Ausrüstungen kleinerer Wehren sind deshalb ebenso berücksichtigt wie z. B. Sonderfahrzeuge großer Berufswehren. Auf diese Weise können sich Besucher kleiner dörflicher Wehren im Museum ebenso wiederfinden wie die Vertreter von Werks- oder Berufsfeuerwehren; dem Laien wird ein breites Spektrum des Feuerwehrwesens geboten.

An einer Handdruckspritze neben dem museumseigenen "Löschteich" kann man den kräftezehrenden Betrieb einer Handdruckspritze selbst ausprobieren. Auch ansonsten wird Familienfreundlichkeit großgeschrieben, so ist z. B. für die kleinen Besucher auch eine Kinderspielecke eingerichtet. Ein speziell für Kinder präpariertes Führerhaus eines Feuerwehrfahrzeugs lädt die kleinen Besucher/-innen zum Einsteigen ein.

Von 1. April bis 31. Oktober jeden Jahres besteht zusätzlich für angemeldete Gruppen die Möglichkeit im Rahmen einer Führung durch das neue Besucherdepot einmal einen Blick „hinter die Kulissen“ zu werfen.
(Ludwig W. Moormann)

Kontakt: Deutsches Feuerwehr-Museum, St.-Laurentius-Str. 3, 36041 Fulda, Tel.: 0661/75017
www.dfm-fulda.de